Das Wochenbett

 

Das Wochenbett ist eine Zeit der körperlichen und seelischen Umstellung und dauert die ersten acht Wochen nach der Geburt. Früher hieß es: Die Frau sollte zwei Wochen das Bett nicht verlassen, vier Wochen lang nicht die Stube und sechs Wochen lang nicht das Haus. Diese Empfehlung hatte ihren Sinn, denn sie schützte die Frauen und schaffte einen Schonraum. Diese Zeit sollten Sie sich auch heute nehmen, um sich in aller Ruhe auf die neue Situation einzustellen und mit dem Kind einen individuellen Rhythmus zu finden. Im Gegensatz zu den Lockerungsprozessen in der Schwangerschaft sind das Wochenbett und die Stillzeit eine Zeit der Festigung.

 

Quelle: wala Arzneimittel

Die Stillzeit

Stillen braucht Zeit - Fast jede Frau kann ihr Baby stillen, wenn sie die nötige Geduld aufbringt und Unterstützung dabei erhält. Dabei gilt hier besonders, dass Mutter und Kind sich erst aufeinander einspielen müssen. Dafür brauchen sie Zeit  - und vor allem Ruhe.

Die Brust reagiert sehr empfindlich auf Temperaturschwankungen. Es ist deshalb wichtig, dass Sie ihren Oberkörper warm halten und vor Luftzug schützen, auch in den Sommermonaten. Sonst besteht Gefahr, dass sich die Brust entzündet.

Egal, welche Stillhaltung Sie wählen: Achten Sie darauf, dass Sie das Baby zur Brust bringen, nicht umgekehrt, sonst verspannen Sie sich. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Baby Ihnen mit gem ganzen Körper zugewandt ist, sich eng an Sie schmiegt und sich sein Mund genau vor der Brustwarze befindet. Außerdem sollte Ihr Kind möglichst viel vom Warzenhof mit in den Mund nehmen. Sonst ist die Gefahr groß, dass es die Warze nicht richtig fasst und daran zerrt. Das kann schnell zu wunden Warzen führen. Bei richtigem Anlegen dagegen kann Ihr Kleines von Anfang an oft und lange saugen, ohne dass Ihre Haut leidet. Lassen Sie Ihr Baby auf beiden Seiten trinken.

 

Milchproduktion gleichmäßig in Gang setzten

Wechseln Sie nicht zu früh von einer Brust zur anderen: Auf jeder Seite fließt zuerst etwas dünnere, durststillende Milch, nach etwa drei bis fünf Minuten kommt der sättigende, kalorienreiche Anteil. Lassen Sie Ihr Kind daher die Seite, auf der Sie zuerst anlegen, gut leer trinken. Dadurch wird die Milchbildung angeregt. Die zweite Brust wird Ihr Kleines unter Umständen nicht ganz leeren. Legen Sie Ihr Kind beim nächsten Mal auf dieser Seite zuerst an.

 

Halten Sie Ihre Brustwarzen trocken

Feuchte Wärme begünstigt Infektionen und Entzündungen. Solange Milch ausläuft, legen Sie am besten Stilleinlagen in den BH. Nasse Stilleinlagen sollten Sie möglichst bald wechseln. Besonders gut tut es den Warzen, wenn Sie nach dem Stillen Milch- und Speichelreste auf der Haut an der Luft trocknen lassen.

 

Holen Sie sich Hilfe

Stillkrisen und Probleme, egal ob körperlich oder seelisch, sind ganz normal. Zögern Sie nicht, sich Hilfe zu holen, etwa von einer Hebamme oder Stillberaterin.

Berufsverband Deutscher Laktationsberaterinnen (www.bdl-stillen.de)

Deutscher Hebammenverband (www.hebammenverband.de)

La Leche Liga Deutschland e.V. (www.lalecheliga.de)

Bund Freiberuflicher Hebammen (www.bfhd.de)

 

Ernährung in der Stillzeit:

Erlaubt ist fast alles, worauf Sie Lust haben. Achten Sie darauf hochwertige und gehaltvolle Lebensmittel zu essen, frisches Obst, frisches Gemüse, wenig Konserviertes, viele Milchprodukte - denn Sie und Ihr Baby brauchen jetzt viel Calcium.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie und Ihr Baby eine Speise vertragen, versuchen Sie es erst mit kleinen Mengen. Es gibt Kinder, die auf Bohnen, Zwiebeln, Knoblauch, Kohlsorten und Sauerkraut mit Blähungen reagieren - andere Kinder essen alles problemlos mit. Falls Sie merken, dass Ihr Stillkind etwas, das Sie gegessen haben, nicht verträgt, verzichten Sie eine Zeitlang auf diese Nahrung.

 

Quelle: wala Arzneimittel

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen