Eine Schwangerschaft ist ein prägender, natürlicher und schöner Abschnitt im Leben einer Frau und hat Auswirkungen auf viele Ebenen des körperlich-seelischen Daseins.

Die "anderen Umstände" haben mehr oder weniger ausgeprägte Folgen für das Leben der Schwangeren. Ihr körperliches Wohlsein, ihr Lebensrhythmus und ihr seelisches Befinden ändern sich, ohne dass sie einen Einfluss darauf haben.

Die erste körperliche Veränderung wird meist an den Brüsten sichtbar: Der Warzenvorhof der Brustwarze wird dunkler. Diese Veränderung tritt schon sehr frühzeitig. Die Fettdepots in den Brüsten werden aufgefüllt, und die Brüste wachsen. Für die optimale Versorgung des Fötus muss der Stoffwechsel nun mehr leisten. Daher werden die Körperfunktionen beschleunigt: Das Herz schlägt schneller, die Atemfrequenz steigt. Gegen Ende der ersten drei Monate nimmt der Bauchumfang zu, die Gebärmutter lässt sich eventuell oberhalb des Schambeins durch die Bauchwand ertasten.

Auf diese Umstellungsvorgänge reagiert der Körper mit Symptomen, die zwar unangenehm sein können, aber ganz normal sind: mit Übelkeit und Erbrechen, ausgefallenen Essensgelüsten, einem erhöhten Schlafbedürfnis und spannenden Brüsten.

 

Gewichtszunahme während der Schwangerschaft:

Brust 0,5 - 1 kg

Fettgewebe 3,5 - 6 kg

Plazenta 0,5 - 1 kg

Kind 3 - 4 kg

Fruchtwasser 1 - 1,5 kg

Gebärmutter 1 - 1,5 kg

Blutvolumen 1,5 - 2 kg

Extrazelluläre Flüssigkeit 1,5 - 3 kg

Das Gewicht in der Schwangerschaft ist ein oft diskutiertes Thema. Viele fragen sich, wie hoch die Gewichtszunahme sein sollte. Jede Frau hat jedoch Ihren individuellen Weg und sollte ihn auch gehen. Bis zur zwölften Schwangerschaftswoche kann sich das Gewicht sogar verringern, was völlig normal ist. Doch meistens beginnt die Gewichtszunahme unmittelbar mit der beginnenden Schwangerschaft. Die offiziellen Empfehlungen liegen bei 10 bis 12 kg Gewichtszunahme während der gesamten Schwangerschaft. Sehr schlanke Frauen dürfen ruhig deutlich mehr zunehmen, während leicht übergewichtige Frauen sich an diese Werte halten solten.

 

Ernährung in der Schwangerschaft

Die Ernährung in der Schwangerschaft soll dem werdenden Baby ausreichende und geeignete Nährstoffe für die Entwicklung bereitstellen, die Vorraussetzungen für eine gute körperliche und seelische Leistungsfähigkeit der Schwangeren schaffen und Nährstoffpolster für die Stillzeit aufbauen. Die Empfehlung, eine Schwangere solle "für zwei essen", ist überholt, bitte lassen sie sich hier nicht von wohlwollenden Mitmenschen beeinflussen!

 

Für die Ernährung günstig sind:

frisches Gemüse und Obst, in Maßen Kartoffeln

gut verträgliche Vollgetreideprodukte (z.B. Hirse, Couscous, Reis)

Milch und gesäuerte Milchprodukte

Fisch

mehrere kleine Mahlzeiten

 

Meiden sollten Sie:

stark fetthaltige und stark gesalzene Lebensmittel

zuckerhaltige Lebensmittel und Getränke

rohe Milch und Produkte aus ihr, z.B. Rohmilchkäse

rohes Fleisch, roher Fisch

Alkohol und Nikotin (Drogen)

 

Einschränken sollten Sie:

Koffein (Kaffee, schwarzer Tee)

Phosphate (z.B. in Cola-Getränken, Fertigprodukten...)

 

 

Quelle: wala Arzneimittel

Im mittleren Abschnitt einer Schwangerschaft erlebt die Frau meistens eine Zeit des Wohlbefindens. Sie ist im Einklang mit sich und dem Kind. Der Bauch rundet sich, und die ersten Kindsbewegungen werden spürbar - beim ersten Kind oft in der 18. bis 20. Schwangerschaftswoche, beim zweiten bereits in der 16. bis 18. Woche.

Wohlbefinden und Schönheit sind jetzt für viele Frauen wichtige Themen und finden oft Aufmerksamkeit, weil die hormonelle Umstellung auch körperliche Veränderungen mit sich bringt. Die Haut, die Haare, der Stoffwechsel im Allgemeinen, das ganze Körpergefühl und auch die Empfindsamkeit können sich in dieser Zeit verändern. Erste Schwangerschaftsstreifen am Bauch oder Oberschenkel können sichtbar werden.

 

Schwangerschaftsstreifen

Um Schwangerschaftsstreifen vorzubeugen, ist eine tägliche Massage von Bauch, Brust und Oberschenkel zu empfehlen. Bei einer bestehenden Bindegewebsschwäche lassen sich Schwangerschaftsstreifen nicht verhindern, höchstens mildern.

Sehr gut hilft hier eine Zupfmassage mit einem Öl. Die Kombination aus Massage und Öl durchwärmt die Haut, sie ist danach besser durchblutet und dadurch dehnfähiger.

 

Durchführung der Zupfmassage:

Die oberste Hautschicht zwischen Daumen und Zeigefinger nehmen, leicht nach oben anheben und danach wieder loslassen. Pro Hautpartie 5-mal wiederholen. Die Massage regt Durchblutung und Stoffwechsel im Gewebe an.

Ab dem siebten Schwangerschaftsmonat können Sie die Dehnfähigkeit des Bauches und des Dammes anregen, wenn Sie diese Partien regelmäßig einreiben.

 

Quelle: wala Arzneimittel

Das dritte Trimenon, die Zeit vom achten Schwangerschaftsmonat bis zur Entbindung, wird oft als "Stadium der Belastun" bezeichnet. Diese Zeit steht ganz unter dem Zeichen der Lockerung, da der Körper immer mehr Platz für das heranwachsende Kind schaffen muss. Der Körperumfang wächst zusehends. Da das Kind das Zwerchfell der Mutter nach oben drückt, atmen hochschwangere Frauen schwerer, werden kurzatmiger und ermüden schneller. Viele Frauen leiden unter Schlafstörungen. Die Brustdrüsen haben bereits Ihre Tätigkeit aufgenommen und sondern manchmal bereits vor der Entbindung in geringen Mengen die sogenannte Vormilch ab.

Die Entwicklung des Fötus ist nahezu abgeschlossen - das Ungeborene muss jetzt nur noch wachsen, Fettpolster ausbilden und seine Organfunktionen verfeinern. Leichte Schwangerschafts- oder Senkwehen setzten ein, die sich dadurch bemerkbar machen, dass der Bauch kurzfristig schmerzlos hart wird.

Hilfreiche Massagen:

In der letzten Phase der Schwangerschaft leiden viele Frauen unter Rückenschmerzen und Verspannungen, ihre Beine oder Füße schmerzen, sie können nicht lange gehen oder stehen. Eine Massage kann dazu beitragen, Verspannungen zu lösen, das Wohlbefinden zu stärken und Beschwerden zu lindern.

Einige Massagetechniken kann Ihr Partner in Geburtsvorbereitungskursen erlernen und jederzeit anwenden. Die Massagegriffe sollte er während der Schwangerschaft dabei grundsätzlich mit weniger Druck ausführen, da durch den hormonellen Einfluss das Bindegewebe lockerer ist.

 

 

Quelle: wala Arzneimittel

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