Homoeopathie

Dieser berühmte Leitsatz Samuel Hahnemanns (1755-1843), des Begründers der Homöopathie, beschreibt treffenddas Prinzip dieser Heilweise.

Gemeint ist damit folgende Überzeugung:Ruft eine Substanz, in größeren Mengen aufgenommen bestimmte Wirkungen hervor, so kann sie, in geringerer Dosis verabreicht, eine Krankheit heilen, deren Symptome eben diesen Wirkungen ähnlich sind.

Ein einfaches Beispiel mag dies verdeutlichen: Tränende Augen und eine laufende Nase kennt jeder als Folgen des Zwiebelschneidens.
Ähnlich sehen die Symptome des Schnupfens aus.

Extrakte der Küchenzwiebel gelten daher in hoher Verdünnung (Potenzierung) als gutes homöopathisches Mittel gegen Schnupfen.


Ärztliche Verschreibungen - Gibt es Unverträglichkeiten oder Wechselwirkungen mit den homöopathischen Mitteln?

Nein. Die Wirkungsebenen von allopathischen und homöopathischen Medikamenten sind unterschiedlich und beeinträchtigen sich gegenseitig nicht.

Wann soll ich die Homöopathika einnehmen?

Es gibt mehrere geeignete Möglichkeiten:

1. 10 Minuten vor oder nach den Mahlzeiten.

2. Zwischen zwei Mahlzeiten.

3. Abends, vor dem Schlafen.

Wie werden homöopathische Tabletten eingenommen?

Homöopathische Tabletten bestehen im wesentlichen aus Milchzucker. Lassen Sie die Tabletten im Mund zergehen. Die Arzneimittelwirkung setzt bereits ein, wenn die wirksamen Bestandteile von der Mundschleimhaut aufgenommen werden.

Was sind Antidote?

Antidote sind, wörtlich übersetzt, Gegengaben. Sie sollen oder können ein Homöopathikum unwirksam machen. Ein Antidot kann ein homöopathisches Mittel sein, das dem verordneten in seinem Mittelbild sehr ähnlich ist oder es handelt sich um die gleiche Mittelgruppe, allerdings in einer höheren Potenz wie das verabreichte und löscht dessen Wirkung. Weitere Antidote sind starke ätherische Öle; sie können die homöopathische Wirksamkeit ebenfalls beeinträchtigen.

Sind Kaffee und Tee auch Antidote?

Die klassische Antidotenlehre Hahnemanns kann heute nicht mehr 1:1 übernommen werden, denn an viele Substanzen des täglichen Konsums ist der Organismus gewohnt. Es ist nicht zu befürchten, dass der morgendliche Genuß einer Tasse Kaffee oder Tee die homöopathische Therapie unwirksam werden lässt. Hier empfehlen wir die Medikamenteneinnahme zwischen Frühstück und Mittagessen, also mit ausreichendem Zeitabstand zum Kaffee- oder Teegenuss.

Wie ist es mit Pfefferminze?

Ätherisches Pfefferminzöl, wie es in vielen Zahnpasten vorhanden ist, mindert in der Tat die Wirkung homöopathischer Mittel. Eine gute Lösung sind die pfefferminz- und mentholfreien Zahnpasten.

 

 

Wenn man Antibiotika oder Cortison einnehmen muss: Soll man diese Medikamente bei Beginn der homöopathischen Behandlung absetzen?

Nein, keinesfalls, andernfalls drohen gesundheitliche Risiken und Gefahren. Folgen Sie hier den Anweisungen Ihres Arztes. Dennoch können Sie Ihre Homöopathika auch bei diesen Medikamenten einnehmen!

Wie ist das mit den Erstverschlimmerungen zu verstehen?

Der Begriff „Erstreaktion“ wäre sicher angemessener als die negativ betrachtete „Erstverschlimmerung“. Homöopathika wirken regulativ und im Verlauf von Regulationsprozessen können zeitlich begrenzte Reaktionen auftreten. Art, Umfang und Dauer dieser Reaktionen hängen von der Wahl der homöopathischen Potenz und der Reaktionsfähigkeit des Organismus ab. Oft wird befürchtet, dass alle Beschwerden aus der Vergangenheit wieder durchlaufen werden müssen, doch das ist definitiv nicht der Fall.

Vertragen sich Homöopathika und Schüßler-Salze?

Ja, uneingeschränkt.

Ich trinke gerne Kräutertees. Nun wurde mir gesagt, daß Kräutertees homöopathische Mittel unwirksam machen. Stimmt das?

Nein, nur wenn es sich um Tees mit starken ätherischen Ölen wie Pfefferminze, Anis oder Fenchel handelt.

Viele Homöopathika enthalten starken Alkohol, den ich meinem Kind nicht geben möchte. Was mache ich?

In nüchternen Zahlen betrachtet, verliert das alkoholbasierte Homöopathikum rasch seine Schrecken. 10 Tropfen eines Mittels mit einem Alkoholgehalt von 50 Vol.-% enthalten nur 0,135 g an Alkohol. Im Vergleich dazu beträgt der stoffwechselbedingte Alkoholanfall bei 0,25 Litern Apfelsaft jedoch das Zehnfache (1,25 g). Somit wird das Alkoholproblem in Homöopathika meist überbewertet.

Quelle:

Pflüger AM

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